Vor- und Nachteile non-psychotroper Derivate psychedelischer Moleküle

Vor- und Nachteile non-psychotroper Derivate psychedelischer Moleküle

Chancen und Kritik: Vortrag an der Uni Zürich

An der Universität Zürich (UZH) findet am 4. April 2022 eine Vortragsveranstaltung statt, die sich mit den Vor- und Nachteilen non-psychotroper Derivate psychedelischer Moleküle auseinandersetzt. Der von Referent David B. Yaden in englischer Sprache abgehaltene Beitrag mit dem Titel »Ethical Issues Regarding Non-Subjective Psychedelics as Standard of Care« (dt.: »Ethische Fragen in Bezug auf nicht-subjektive Psychedelika in der Standardbehandlung«) wird auf der Seite der UZH beschrieben:

»Es werden beträchtliche Ressourcen für die Entwicklung von Substanzen aufgewendet, die ähnliche körperliche Effekte wie Psychedelika induzieren, jedoch ohne deren psychoaktive Wirkungen herbeizuführen (d.h. nicht-psychedelische Derivate von Psychedelika). In diesem Vortrag gehe ich auf die ethischen Fragen ein, die sich aus der Möglichkeit ergeben, solche Substanzen therapeutisch zu verwenden. Ich unterstütze im Großen und Ganzen die Bemühungen, solche Stoffe sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus klinischen Gründen zu entwickeln, vertrete jedoch die Auffassung, dass solche Pharmaka denjenigen Sonderfällen vorbehalten sein sollten, in denen die psychotropen Wirkungen von Psychedelika ausdrücklich kontraindiziert sind. Ich plädiere dafür, dass Psychedelika, also Substanzen, die die subjektive Erfahrung einschließen, die Standardbehandlung sein sollten. Ich habe ethische Bedenken im Hinblick auf die Tatsache, Patienten solche typischerweise positiven und zutiefst bedeutungsvollen Erfahrungen vorzuenthalten.«

Der von der UZH-Studiengruppe Psychedelic Research & Therapy Development veranstaltete Vortrag wird von 18:15 bis 19:45 Uhr im Universitätshauptgebäude in der Rämistrasse 71, 8006 Zürich im Hörsaal KOL-F-118 stattfinden. Alle wichtigen Informationen sind zudem auf der Seite der UZH einzusehen.

David B. Yaden ist Assistenzprofessor am Center for Psychedelic and Consciousness Research der Johns Hopkins University School of Medicine und beforscht das therapeutische Potenzial diverser Psychedelika.