DHS Jahrbuch Sucht 2026 erschienen
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. hat das «DHS Jahrbuch Sucht 2026» veröffentlicht. Die 342 Seiten starke Publikation bündelt aktuelle Daten und Analysen zum Konsum von Alkohol, Tabak, Medikamenten, illegalen Drogen sowie zu Glücksspiel, Essstörungen und Internetnutzungsstörungen in Deutschland.
Das Jahrbuch liefert zudem aktuelle Zahlen zu Delikten unter Alkoholeinfluss, Suchtmitteln im Straßenverkehr und zur Rauschgiftlage. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema «Alkoholbezogene Störungen: körperliche Folge- und Begleiterkrankungen». Darüber hinaus enthält die Veröffentlichung die wichtigsten Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) sowie Informationen zur Rehabilitation substanzbezogener Abhängigkeitserkrankungen durch die Deutsche Rentenversicherung.
Ergänzt wird das Werk durch ein umfangreiches Adressverzeichnis deutscher und europäischer Einrichtungen im Suchtbereich. Herausgegeben wird das Jahrbuch von der DHS, erschienen ist es im Verlag Pabst Science Publishers.
Nach Angaben der DHS dient das Jahrbuch als zentrale Datensammlung für Fachöffentlichkeit, Politik und Suchthilfe. Es erscheint jährlich und dokumentiert aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich Sucht und Prävention in Deutschland.
In der Pressemitteilung des Verlags heißt es:
«Trotz Inkrafttreten der Cannabisgesetze am 1. April 2024 verbreiten sich sowohl synthetische als auch halbsynthetische Cannabinoide – wie z.B. HHC – weiterhin auf dem Rauschgiftmarkt», berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. «Diese werden insbesondere als Kräuter/Räuchermischungen, Liquids, Edibles und als sog. JVA-Papier (auch bekannt als Knast-Papier) vertrieben. Dabei handelt es sich um handelsübliches Papier, das mit synthetischen Cannabinoiden bestrichen oder getränkt ist und getarnt als Anwaltspost, persönliche Briefe oder gemalte Bilder über den regulären Postweg in JVAen geschmuggelt wird. Dieses Papier wird in der Regel in kleinen Schnipseln von Inhaftierten geraucht.»
Allein 2024 wurden fast 25 Tonnen illegaler Cannabisprodukte (Marihuana, Haschisch) in Deutschland beschlagnahmt. «Marihuana stammt in der Regel überwiegend aus westeuropäischem illegalem Indoor- und Outdooranbau. Insbesondere der professionelle Cannabisanbau durch Gruppierungen der Organisierten Kriminalität in Spanien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2024 wurden erneut zahlreiche Cannabis-Großtransporte per LKW und Kleintransporter von Spanien über Frankreich Richtung Deutschland festgestellt. Bei Großlieferungen aus Spanien wurden häufig sowohl Marihuana als auch Haschisch mit Herkunft Marokko transportiert …»





