DMT begünstigt Erholung nach Schlaganfall
Studie mit Ratten
N,N-DMT (N,N-Dimethyltryptamin) könnte sich als Hoffnungsträger in der Schlaganfalltherapie erweisen. Wie eine Studie nachwies, zeigt DMT im Tiermodell nach einem Schlaganfall deutliche Schutzwirkungen auf das Gehirn.
Demnach reduziert die Substanz nicht nur die Größe des geschädigten Hirnareals, sondern beugt auch gefährlichen Schwellungen im Gehirn vor. Gleichzeitig stabilisiert DMT die Blut-Hirn-Schranke – eine entscheidende Barriere, die das Gehirn vor schädlichen Stoffen schützt – und dämpft Entzündungsreaktionen.
Besonders bemerkenswert: DMT greift offenbar sowohl in Prozesse des Immunsystems als auch in die Funktion von Blutgefäßen ein. Dadurch werden entzündungsfördernde Botenstoffe gehemmt und bestimmte Immunzellen im Gehirn weniger stark aktiviert.
Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, wie DMT im Körper wirkt – und warum es bei der Erholung nach einem Schlaganfall helfen könnte. Auch wenn die Forschung noch am Anfang steht und bisher vor allem auf Tierstudien basiert, sehen die Wissenschaftler darin einen möglichen Ansatz, bestehende Therapien künftig zu ergänzen und zu verbessern.
Paper: László MJ, Vigh JP, Kocsis AE, Porkoláb G, Hoyk Z, Polgár T, Walter FR, Szabó A, Djurovic S, Merkely B, Alpár A, Frecska E, Nagy Z, Deli MA, Nardai S. (2025), N,N-dimethyltryptamine mitigates experimental stroke by stabilizing the blood-brain barrier and reducing neuroinflammation,Sci Adv. 11(33): eadx5958. doi: 10.1126/sciadv.adx5958





