LSD gegen die Angst vor dem Tod
Neue Studie: TV-Beitrag des SRF
Der SRF-Beitrag LSD: der Rausch als Mittel gegen die Todesangst zeichnet das Bild einer Substanz, die jahrzehntelang vor allem mit Gegenkultur und Verbotspolitik verbunden war – und nun in der Medizin eine überraschende Renaissance erlebt. Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, ob LSD schwerkranken Menschen in der Palliativmedizin helfen kann, ihre Angst vor dem Sterben zu lindern. Schweizer Ärztinnen und Ärzte wollen diesen Ansatz nun in einer wissenschaftlichen Studie überprüfen.
In einem Interview zum Beitrag mit dem US-Psychotherapeuten William Richards, der seit Jahrzehnten mit Krebspatientinnen und -patienten arbeitet, beschreibt dieser LSD nicht als klassische Schmerztherapie, sondern als „beschleunigte Psychotherapie“, die Menschen helfen könne, Schuld, Trauer und existentielle Ängste neu zu verarbeiten. Viele Patienten berichteten laut ihm nach der Behandlung, dass körperliche Beschwerden zwar blieben, sie diese emotional jedoch weniger belastend empfänden – und vor allem die Angst vor dem Tod nachlasse.
Der SRF-Beitrag ordnet das Thema zudem in eine breitere Schweizer Forschungstradition ein. Bereits frühere Studien an der Universität Basel und anderen Institutionen deuteten darauf hin, dass LSD bei Angststörungen und Depressionen therapeutisches Potenzial aufweist. Pilotstudien mit Krebspatienten zeigten bereits vor einigen Jahren eine messbare Reduktion von Angstzuständen.
Die Dokumentation macht jedoch auch deutlich: Trotz vielversprechender Ergebnisse bleibt LSD in der Schweiz grundsätzlich verboten und darf nur unter streng kontrollierten medizinischen Bedingungen erforscht werden. Die nun geplante Studie könnte deshalb richtungsweisend sein – nicht nur für die Palliativmedizin, sondern für die Frage, ob psychedelische Substanzen künftig einen festen Platz in der modernen Therapie erhalten.





