Nicht nachweisbar: körpereigene DMT-Reservoirs

N,N-Dimethyltryptamin (Kristalle)

Nicht nachweisbar: körpereigene DMT-Reservoirs

Studie mit Ratten

Eine neue Studie zu körpereigenem (endogenem) DMT (N,N-Dimethyltryptamin) wirft ein Schlaglicht auf die Frage, ob DMT sich im Säugetiergehirn in einer Art Speicher anreichert. Wissenschaftler testeten Ratten daraufhin, ob sich DMT oder sein Abbauprodukt 3-Indolessigsäure (3-IAA) nach gezielter Enzymblockade im Gehirn ansammeln.

Das Ergebnis: Ein endogener DMT-Vorrat ließ sich nicht nachweisen. Lediglich 3-IAA zeigte nach Hemmung bestimmter Transportwege eine geringe Zunahme, vor allem im Striatum, einem für Bewegungs- und Belohnungsprozesse wichtigen Hirnareal. Die Forscher beobachteten zudem, dass exogen verabreichtes DMT nach rund drei Stunden fast vollständig aus dem Gehirn verschwand und nur minimal in Serotonin-Endigungen verweilte.

Die Studie deutet darauf hin, dass die Hypothese eines körpereigenen psychedelischen „Reservoirs“ von DMT im Säugetiergehirn bisher unbelegt bleibt. Gleichzeitig liefert sie wertvolle Daten darüber, wie DMT im Gehirn metabolisiert und verteilt wird – ein wichtiger Schritt für das Verständnis der Wirkweise von Psychedelika und deren potenzieller therapeutischer Nutzung.

Paper: Palner, M., Kolesnik, E., Baun, C., Poetzsch, S. N., & Cumming, P. (2026). N, N-dimethyltryptamine (DMT) is neither formed nor retained in serotonin terminals in the rat brain. Neuropharmacology, 110874.

Direkter PDF-Download