Telepathie in der psychedelischen Therapie?

Telepathie in der psychedelischen Therapie?

Psymposia-Vortrag

Der hier verlinkte Vortrag „Telepathy in Psychedelic Therapy“ von Neşe Devenot beleuchtet eine bislang wenig öffentlich diskutierte Seite der psychedelischen Therapie.

In der Präsentation, gehalten am 28. März an der The Ohio State University im Rahmen der Konferenz Religion and Psychedelics: Critical, Cross-Cultural, Cross-Disciplinary Perspectives, beschreibt die Referentin, wie einflussreiche Schulen der nicht regulierten psychedelischen Therapie Vermittler darin schulen, über „verkörperte Resonanz“, Intuition und teilweise sogar telepathisch verstandene Wahrnehmung auf innere Prozesse ihrer Klienten einzugehen. Dabei wird argumentiert, dass diese Vorstellungen riskante therapeutische Praktiken begünstigen können – etwa die gezielte Verstärkung traumatischer Inhalte oder körperliche Interventionen während veränderter Bewusstseinszustände.

Besonders kritisch wird hervorgehoben, dass ähnliche Methoden laut Vortrag auch in klinischen Programmen von MAPS Public Benefit Corporation aufgegriffen wurden, obwohl belastbare Wirksamkeitsnachweise fehlen. Der Vortrag versteht sich als Beitrag zur Aufarbeitung möglicher Machtmissbrauchs- und Sicherheitsrisiken im boomenden Feld der psychedelischen Therapie.

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